Exklusiv: Das nie gedruckte Interview « Die PARTEI Chemnitz

Exklusiv: Das nie gedruckte Interview

Nach langem Betteln von Seiten der Freien Presse, hat sich unser Chemnitzer PARTEI-Spitzenkandidat zu einem Interview hinreißen lassen. Jedoch wurde der Druck verhindert, da die Medienvertreter unsere Machtübernahme fürchten. Um auch allen Kaninchenzüchtern, Ordnungsbürgern und Provinzjournalisten klar zu machen, weshalb Tobias Göthert der einzig legitime Chemnitzer Direktkandidat ist, veröffentlichen wir an dieser Stelle jenes nie gedruckte Interview:

Freie Presse: Sie sind Direktkandidat der PARTEI. Warum?

Tobias Göthert: Ich bin ein politischer Mensch. Aber es gibt von den etablierten Parteien keine, die ich mit gutem Gewissen wählen könnte – bis ich die PARTEI gefunden habe. Und es passt ja auch gut. Meine Großeltern waren in der Partei, meine Eltern waren in der Partei und jetzt bin ich auch in der PARTEI. Sie betreibt einen Umgang mit Politik, den ich den einzig richtigen finde.

Und der wäre?

Wir halten den etablierten Parteien den Spiegel vor. Wir sind genauso populistisch, schmierig und klug wie die anderen – nur unverblümter. Der Deal lautet: Ihr wählt uns, wir kommen an die Macht und lassen euch in Ruhe.

Was wäre denn, wenn Sie tatsächlich in den Bundestag kämen?

Das wäre schon überraschend. Aber klar will ich an die Macht. Und wenn man sich die aktuelle sogenannte Politikverdrossenheit ansieht…

Was ist damit?

Bestimmt 75 Prozent meiner Freunde haben bei der letzten Bundestagswahl ihren Stimmzettel ungültig gemacht. Politischer geht es doch nicht! Aber das wird nicht gezählt, die gelten als Nichtwähler, als Politikverdrossene. Ich will etwas an dieser Art der Stimmenzählung ändern. Meine Freunde sagen jetzt, dass sie nun wieder wählen gehen können, nämlich Die PARTEI. Ich werde das Sprachrohr für die junge, subkulturelle Szene, für die Kulturschaffenden in Chemnitz sein.

Ist die Partei eine Spaß-Gesellschaft?

Nein. Wir sind der erhobene Mittelfinger der Bevölkerungsschicht, die sich nicht von etablierten Parteien repräsentiert sieht, aber zu intelligent ist, um die AFD, FDP oder NPD zu wählen.

Was genau will Die PARTEI?

Also erst einmal ist Basisdemokratie wichtig. Wenn die Mehrheit bei einer Sache sagt, dass sie das will, dann ist es unsere Aufgabe, das durchzusetzen. Bisher wollen zum Beispiel 21 Prozent der Bevölkerung, dass die Mauer wieder aufgebaut wird. Um die kümmert sich keine Partei. Darum übernehmen wir das.

Sie wollen ernsthaft die Mauer wieder aufbauen?

Wenn sich dafür eine Mehrheit findet. Das wäre dann die SBZ, die Sonderbewirtschaftungszone, die baulich getrennt wird vom Rest der BRD. Chemnitz wäre dann wieder viertgrößte Stadt, das würde unser Image aufpolieren.

Was will die PARTEI noch?

Wir wollen das Wahlalter auf 12 bis 52 beschränken, denn je älter die Leute werden, desto weniger wählen sie uns. Außerdem sind wir für eine Faulenquote in leitenden Positionen. Mehr Drückeberger und Nichtstuer würden die Stimmung am Arbeitsplatz verbessern. Für Chemnitz wollen wir Patenschaften für die bedrohten Bäume an der Reichenhainer Straße. An jedem Baum hängt dann ein Foto des Paten. Wenn die Bäume gefällt werden sollen, kann er sich drum kümmern.

[20.09.2013]

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